PROBLEMATIK FISCHEINKAUF / RESOURCEN
 

Der Fischeinkauf für den Schweizer-Markt stellt uns immerwieder vor einige Probleme.

Die Transportwege in die Schweiz sind lang. Ein Camion aus Norwegen ist gut und gerne 2-2 ½ Tage unterwegs zu uns. 80 % des gesamten Bedarfs wird im Kühlcamion transportiert. Ueber die Strasse sind die Transporte am günstigsten. Nur ein kleiner Teil, exotische Destinationen erreichen uns per Flug: Z.B.Singapore,Hongkong,Marokko,Portugal,Indien etc.

Sie sehen wie weit wir heute gehen müssen um den Bedarf an Fischen ab-zudecken.

Dazu kommt dass wir ein Binnenland sind und im europäischen Schnitt kleine Fischesser.
Unser Pro Kopf Verbrauch liegt bei ca.7,1 kg.Im Vergleich mit Norwegen wo 58 kg.Fisch gegessen wird.
Der durchschnittliche europäische Verbrauch lag 1997 bei 23 kg.

Aus diesen Zahlen können Sie auch die Wichtigkeit der Schweiz für einen Exporteur in DK oder Nk erkennen. In die Schweiz kann er 2-3 mal pro Woche exportieren. Die Märkte in FR/IT/SP/etc. kann er täglich beliefern.

Dazu kommt die typische schweizerische Eigenheit, wir wollen selbstverständlich nur die beste Qualität zum absolut tiefsten Preis.
Die Kalibrierung der Ware sollte auf’s Gramm genau sein und nach Fisch sollte die ganze Sache wenn immer möglich auch nicht riechen.

Damit wir trotzdem die Wünsche unserer Kunden befriedigen können sind die vorher erwähnten persönlichen Beziehungen zum Lieferanten extrem wichtig.
Verkaufen kann er seine Ware immer , er ist nicht unbedingt auf die Schweiz angewiesen.

Wir haben aber auch einige Vorteile.
So ist unser Franken immernoch eine sehr beliebte Währung.
Wir Schweizer gelten immer noch als seriös, vor allem halten wir die kurzen Zahlungsfristen auch ein.
Aus Italien oder Spanien sind sich die Exporteure anderes gewöhnt. Nicht zuletzt haben einige Dänische Lieferanten heute noch Bankkonten ind er Schweiz..

Trotzdem halte ich den Fischmarkt für steigerungsfähig und zwar in beiden Bereichen, frisch und gefroren.

Auch in der Gastronomie sehe ich gute Perspektiven für den Fisch. Es gibt viele Liebhaber welche ihren Fisch lieber im Restaurant essen.
Vor eigener Zubereitung schrecken immernoch viele Leute zurück,entweder aus Angst vor der Zubereitung, oder aus Geschmacksgründen.

In den Gemeinschaftsverpflegungen wird meines Erachtens überraschend oft frischer und gefrorener Fisch angeboten. Fisch ist leicht, gesund, fettarm, also voll im Trend.

Wir können auch von der enormen Reisetätigkeit der Leute profitieren.
In den Ferien probiert man schneller mal ein Seafood-Produkt, welches man dann daheim auch essen möchte.

Trotz dieser erfreulichen Aussichten, sind wir für die jeweiligen Export-Länder ein kleiner Markt.

Es gibt wöchentlich 3 Ankünfte für frischen Fisch. Die Hauptmengen werden am Montag sowie am Mittwoch umgeschlagen.
Die dritte Ankunft ist am Donnerstag, wird aber meines Wissens nicht so stark benützt.

Damit wir die ganze Woche unsern Kunden mehr oder weniger das gesamte Sortiment anbieten können, benützen wir die Ankünfte Montag/Mittwoch.

SCHLAGWORTE WIE „TÄGLICH FRISCHE ANKUNFT“ SIND MIT VORSICHT ZU GENIESSEN.

Grosse Probleme kommen allerdings in Form von Verschmutzung und Ueberfischung in den nächsten Jahren auf die Fischwirtschaft zu.

Diese gewaltige Problematik, kann meines erachtens nur durch AQUAKULTUR (ZUCHT) in den Griff bekommen werden.

Der Bekannteste Fisch ist der Lachs welcher seit Jahren gezüchtet wird.

Steinbutte, Cabliau, Dorade Royal,Loup de mer gehören ebenfalls bereits zu den Zuchtfischen.
Vor allem Dorade Royal und Loup de mer werden bereits in sehr grossen Mengen in Griechenland ,Spanien,Frankreich gezüchtet.
Die enorme Nachfrage kann nur noch durch Zucht sichergestellt werden.
Wie wir wissen scheiden sich die Geister an der Zucht, doch Aquakultur dient verschiedenen Zwecken.

Ebenso wichtig wie das sicherstellen der Nachfrage, ist auch die Bestandserhaltung wildlebender Fischarten. Die Brut wird oft gezielt in die Gewässer zurückgesetzt um die Populationen wieder aufzufüllen.

Störe z.B.gäbe es schon lange keine mehr ohne diese Massnahmen.

Der Probleme sind viele in unserer Branche und es würde den Rahmen sprengen wenn ich alle aufzählen wollte.

Eines ist allerdings enorm wichtig.
Wir müssen daran denken dass es sich besonders beim Fisch um ein NATURPRODUKT handelt. Unsere Branche sollte dies respektieren. Der Kunde sollte Verständnis haben dass nicht immer alles problemlos auf dem Markt ist. Bei starkem Sturm, oder grossem Unwetter werden uns immer wieder die Grenzen aufgezeigt. Stürme hatten wir in letzter Zeit ja wahrlich genug.
Wir sollten die Gesetze der NATUR wieder zu respektieren lernen.

Ich betone immerwieder, es handelt sich nicht um ein Paar Schuhe mit Grösse 41 .Wir können die Ware nicht einfach aus dem Regal nehmen.
Bis ein Produkt in der Schweiz ist , musste oft mit wiedrigsten Umständen gekämpft werden.

Ich versichere Ihnen : DAS POLAR FISCH TEAM ist mit Herz bei seinem Job.

Wir haben Freude daran, qualitativ gute und frische Ware zu verkaufen.
Wir wissen wovon wir reden.
Wir sind keine Kravatten-Händler.
Wir sehen die Produkte welche unser Haus verlassen.
Jeder unserer Verkäufer ist in der Lage jeden Fisch welchen wir verkaufen, auch zu filetieren.

Wir sind ein NICHT FEHLERFREIES TEAM von Comestibles-Liebhabern, aber sehr motiviert und mit grosser Liebe zum Beruf.

Ich denke das müssten Gründe genug sein mal einen Versuch mit uns zu wagen.
Wir setzen alles daran Sie zufriedenzustellen.